00:00:11: Hallo!
00:00:13: ICD-ELF ist da, was ändert sich in der Diagnostik?
00:00:18: Die meisten Leute denken bei dem Wort Klassifikationssystem das es um Verwaltung geht und Bürokratie um Codes die irgendjemanden ein Formular einträgt damit die Kasse zahlt.
00:00:27: Und ich kann das verstehen, es klingt trocken aber ich sage euch hinter dem was sich gerade in der internationalen Diagnostic verändert steckt einer der bedeutesten Umbrüche der Psychiatrie bzw.
00:00:37: der Klassifizierung der Psychopathologie seit dreißig Jahren.
00:00:42: Ich bin Jens Helmig, Therapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie.
00:00:46: Und das hier ist Psychologie entdecken!
00:00:48: Heute reden wir über die ICD-ELF – Das neue Klassifikationssystem der WHO.
00:00:52: Warum es die ICDC in ablöst was sich wirklich verändert hat?
00:00:55: Und warum dass nicht nur für Prüflinge relevant ist sondern für jeden der therapeutisch arbeitend oder das vorhat.
00:01:03: ICD steht für International Classification of Diseases also internationale Klassifikation von Krankheiten.
00:01:12: Herausgegeben wird sie von der Weltgesundheitsorganisation, der WHO und es umfasst natürlich nicht nur psychische Erkrankungen sondern alles.
00:01:19: Von der Grippe über den Fußbild bis hin zu Schizophrenie.
00:01:24: Wozu?
00:01:26: Es gibt zunächst mal eine gemeinsame Sprache Wenn eine Psychiatrin in Köln die Diagnose F- Thirty-Eins stellt, das ist jetzt noch die ICD-Zehn.
00:01:38: Eine mittelgradig depressive Episode verbirgt sich dahinter, dann weiß ihr Kollege in Wien, Tokio oder New York sofort was gemeintes.
00:01:45: Ohne dieses System wäre internationale Forschung kaum möglich und auch so etwas wie Patienten zu überweisen würde zumindest schwierig wirken.
00:01:53: Zumindest wird es sehr textlastlich.
00:01:56: Die zweite Ebene oder der zweite Nutzen an solchen Systems ist die Abrechnung.
00:02:02: Es klingt prosalisch und ist es auch, aber ohne ICD-Diagnose übernehmen gesetzliche Krankenkassen keine Kosten.
00:02:09: Kein Code, keine Therapie – so funktioniert das deutsche Gesundheitssystem!
00:02:13: Und schließlich gibt es eine dritte Ebene, die mir jetzt nun persönlich die wichtigste ist und zwar die Forschung.
00:02:19: Klare Diagnosekriterien ermöglichen es Therapiemethoden zu überprüfen.
00:02:24: Wenn wir wissen wollen ob eine bestimmte Behandlung bei Depressionen wirkt müssen wir erst einmal definieren was wir mit Depressionen meinen und das leistet unter anderem auch die ICD.
00:02:34: Die ICD-X, also die zehnte Neufassung der ICD, trat in den frühen Neunzigern des letzten Jahrhunderts in Kraft.
00:02:42: Wir hat dreißig Jahre lang gute Dienste geleistet aber dreizig Jahre sind nun mal vor allen Dingen in der Wissenschaft eine ausgesprochene lange Zeit um nicht zu sagen eine Ewigkeit.
00:02:53: Die WHO hat deshalb die ICD elf entwickelt, eine jahrelange Gemeinschaftsarbeit mit über fünfzehntausend Klinikern.
00:02:58: weltweit ist zwanzig zweiundzwanzig offiziell in Kraft getreten.
00:03:03: In Deutschland ist es so, dass wir seit zwei Tausend vierundzwanzig eine Übergangsphase haben.
00:03:11: Das heißt Ärzte können sozusagen für die Abrechnung den Krankenkassen oder beziehungsweise die anderen oben erwähnten Vorteile jetzt noch beide Systeme benutzen aber das läuft irgendwann aus also vermutlich Ende sechsen zwanzig oder siebenundzwannzig ist dann die ICD-Elf und diese Codes diese Schlüssel die dort aufgelistet sind sind dann verbindlich Für Menschen, die vorhaben, die Heilpraktika-Psychotherapie.
00:03:37: Prüfung zu machen heißt das.
00:03:38: Die Prüfungen basiert jetzt Stand Frühlinge, im Jahr für die Änderung des EZC.
00:03:44: Noch mehr oder weniger deutlich auf der ICD-Zehn.
00:03:48: Aber wer in zwei oder drei Jahren therapeutisch arbeiten wird, arbeitet mit der ICDE-Elf und die wird natürlich zunehmend auch in der Heilpaktikerprüfung eine Rolle spielen.
00:04:00: Und da wird es auch interessant!
00:04:03: Die wichtigsten Veränderungen von ICD-X zu ICD Elf ist der Wechsel von einem rein kategorialen, zumindest teilweise dimensionalem Denken.
00:04:12: Das meine ich damit.
00:04:13: Die ICD X funktioniert nach dem Prinzip Diagnose liegt vor oder nicht?
00:04:18: Jemand hat eine Borderline Persönlichkeitsstörung oder er hat sie eben nicht.
00:04:21: das klingt sauber aber die Realität Unübersichtlicher oder komplexer könnte man sagen.
00:04:28: Psychisches Leid existiert auf einem Continuum, Menschen passen selten in Schubladen und lassen sich eben auch selten so eindeutig einordnen wie die ICD-Zähne es sich gewissermaßen gewünscht hätte.
00:04:42: Die Neuerung der ICD Elf besteht vor allen Dingen hier drin das heißt sie geht einen anderen Weg zum Beispiel bei den Persönlichkeitsstörungen.
00:04:51: Früher gab es in der ICD-Zähnzehn ganz separate Kategorien mit eigenen Kriterien und jetzt gibt es ein übergreifendes Konzept nach schwere und nach bestimmten Persönlichkeitszügen.
00:05:04: Zum Beispiel leicht, mittelgradig und schwer und dazu dann Fragen wie welche Eigenschaften dominieren oder sind ungünstig ausgeschärft oder ausgeprägt?
00:05:14: Gibt es eine negative Effektivität, distanziert halt Enthämmung.
00:05:19: Der praktische Vorteil ist hierbei enorm.
00:05:22: In der ICD-C landeten viele Patienten unter F-Sechzig neun, das war die berühmte Persönlichkeitsstörung nicht näher bezeichnet und zwar genau deswegen weil sie keine der vordefinierten Kategorien sozusagen erfüllten oder in diese Schubladen hineinpassten.
00:05:39: Diagnostisch war das unbefriedigend, weil es im Grunde genommen so eine Art Gummidiagnose war, therapeutisch eben auch wenig hilfreich.
00:05:46: Das neue System erlaubt tatsächlich eher individualisierte Profile und es beschreibt eher, wie jemand ist.
00:05:54: Und gewissermaßen nicht zu welchem Typus er gehört oder meinetwegen welche Schublade er passt.
00:06:02: Die zweite große Neuerung betrifft die Sprache und ich halte sie für wichtiger als auf den ersten Blick wirkt.
00:06:08: also ein Beispiel ist beispielsweise Die Transidentität, die war in der ICD-Cin als eine Geschlechtsidentitätsstörung unter den psychischen Erkrankungen geführt.
00:06:19: Unter F-IV war das.
00:06:22: Wissenschaftlich ist es längst überholt.
00:06:24: In der ICDD-Eilf heißt es Gender Incongruence Code HA-Sächsich und es ist nicht mehr bei dem psychischen Störung verortet.
00:06:32: Das heißt, jemand der eine Transidentität hat beispielsweise kann nicht mehr als in irgendeiner Art und Weise psychisch eingeschränkt oder gestört benannt werden.
00:06:43: Die Diagnose selber bleibt!
00:06:47: Und es kann natürlich auch durchaus sein dass jemand mit seiner Trans-Identität andere Probleme hat.
00:06:51: aber die Trans Identität selber ist nicht mehr das Problem wenn man so will.
00:06:57: Oder zumindest in den Augen der EZDF ist sie das nicht mehr.
00:07:00: Für die Kostenübernahme medizinischer Maßnahmen, insofern es notwendig ist kann sie eben kodiert werden.
00:07:09: Aber diese Einordnung hat sich grundlegend verändert.
00:07:14: Eine weitere Änderung ist beispielsweise der Begriff der Hypochondrie, den es entfallen.
00:07:18: Nicht weil das Phänomen als solches verschwunden wäre sondern weil der begriff sehr stigmatisierend war und er wird aufgeteilt jetzt in eine sogenannte bodily distress disorder und die health anxiety disorder.
00:07:33: Das ist differenzierter respektvoller und es ist therapeutisch auch nützlicher.
00:07:40: Jetzt gibt es in der ICD-Eilf neben den Veränderungen sozusagen der Codes, der Sprache und bestimmten Modernisierungen sagen wir mal vor allen Dingen bezog auf die sogenannten Sexual Identitätsstörungen noch andere neue Diagnosen.
00:07:55: Das sind nicht so viele aber ich würde ganz gerne einmal drei etwas genauer vorstellen damit man vielleicht einen ersten Eindruck kriegt.
00:08:04: Die erste neue Diagnose, die natürlich keine neue Diagnose ist.
00:08:09: Aber die in der ICD-C nicht als solche auftaucht... ...ist die komplexe posttraumatische Belastungsstörung.
00:08:17: Der Code dafür ist SEXB-AINFIRTZIG in der ICD-ELF jetzt.
00:08:22: Die einfache Posttraumatsche Belastungsstörungen gab es in den ICD C schonen aber die klinische Erfahrung hat nun mal gezeigt dass manche Menschen Sie entwickeln zum Beispiel nach Anhalten, also wiederholten Traumatisierung.
00:08:36: Kindheitsmissbrauch häusliche Gewaltkriegsgefangenschaft Ein Bild, das über die klassische PTBS hinausgeht.
00:08:43: Beispielsweise tiefe Störungen der Emotionsregulation gehören dazu ein zerstörtes Selbstbild, schwere Beziehungsstörung und es braucht andere therapeutische Ansätze.
00:08:53: Und jetzt hat es eben einen eigenen Code und das ist kein akademischer Akt.
00:08:57: Das bedeutet dass Betroffene sich endlich auch gesehen fühlen da drin.
00:09:02: Das ist ja nun auch nicht ganz unwichtig, allein schon um eine konstruktive Therapeuten-Patientenbeziehung aufbauen zu können.
00:09:13: Für HPPs ist hier jetzt eine klare Grenze gezogen und eine komplexe dramatische Störung gehören in spezialisierte Hände.
00:09:20: Wenn man sie erkennt dann überweist man bitte das ist immer so das Gebot der Stunde.
00:09:24: Kenne deine eigenen Grenzen!
00:09:27: Eine zweite neue Diagnose, was heißt das selbstverständlich?
00:09:33: Aber eine zweite neuere Diagnosis ist die sogenannte Gaming Disorder Code CC-Ain-Fünfzig.
00:09:39: und bevor jetzt jemand die Augenbrauen hochzieht es geht nicht darum dass jeder der gerne zockt eine Gaming Dis Order hat.
00:09:47: Die Kriterien sind ja ganz klar Kontrollverlust vorrang von anderen Lebensbereichen Fortsetzung trotz massiv negativer Konsequenzen über mindestens zwölf Monate Wir reden also hier von Jugendlichen abgebrochen haben zum Beispiel oder Erwachsene die Partnerschaften verloren haben.
00:10:03: Neurobiologisch vergleichbar ist die Gaming-Disorder mit anderen Suchterkrankungen, diese Menschen brauchen Hilfe und hatten bisher auch keine Diagnose.
00:10:12: man konnte das allenfalls als Impulskontrollstörung bezeichnen oder manchmal auch als eine Form der leichten Zwanghaftigkeit, aber das traf natürlich nicht den Kern der Sache.
00:10:24: Jetzt gibt es diese Diagnose und sie kann mit der gebotenen Vorsicht natürlich immer eben auch gestellt werden.
00:10:33: In dieser kurzen Vorstellung eine Dritte... Neuerung, und zwar die der anhaltenden Trauerstörung auf Englisch Prolonged Grief Disorder.
00:10:43: Der Code ist six B two forty.
00:10:46: Das ist ein Thema das mir persönlich nahegeht, deswegen erwähne ich es hier auch.
00:10:49: Ein Trauer ist keine Krankheit sie gehört zum Leben.
00:10:53: Das is schon wichtig zunächst mal der Trauer dadurch auch Raum geben zu können.
00:10:58: aber es gibt nur mal Menschen bei denen die Trauer nicht nachlässt Und die sehen so, dass die Unfähigkeit das Leben neu zu gestalten.
00:11:07: Das dominiert nach Monaten oder Jahren immer noch alles.
00:11:11: Früher wurde in einem solchen Fall häufig eine Depression diagnostiziert.
00:11:16: Das ist natürlich nicht ganz falsch aber auch nicht ganz richtig weil die Depression und die anhaltende Trauer unterschiedliche therapeutische Ansätze brauchen.
00:11:25: Es ist schon wichtig auf der einen Seite zwischen sagen wir mal natürlicher, vielleicht nur der angemessene Trauer und eben dieser Trauerstörung zu unterscheiden.
00:11:37: Aber sie ist jetzt diagnostizierbar per Kostenübernahme, insofern die Kosten der Krankenkasse erstattet werden ist sie eben behandelbar.
00:11:49: Da gibt es übrigens ein Mechanismus den ich ganz kurz beschreiben möchte weil er klinisch so häufig vorkommt wenn jemand nach einem Verlust nicht trauert, weil er sich nicht erlaubt und das Umfeld zum Beispiel keine Trauer zulässt oder weil er beruflich oder familiär funktionieren muss dann kann sich die Trauer gewissermaßen festsetzen einfrieren könnte man auch sagen.
00:12:09: Und eine eingefrorene Trauer wird nicht tiefer, sondern sie verbindet sich.
00:12:17: Sie arbeitet sozusagen die Persönlichkeit rein und wird also nicht kleiner.
00:12:22: Der therapeutische Ansatz ist hier kein Reiß dich zusammen, Kopf hoch.
00:12:26: Du musst weitermachen sondern das Gegenteil.
00:12:29: der Trauer muss zunächst ein dosierter Raum gegeben werden.
00:12:33: die Menschen müssen begleitet werden in einem sicheren Rahmen und es kann eben durchaus auch im Rahmen einer Heilpraktiker Praxis durchaus geschehen.
00:12:42: Die Grundprinzipie einer guten Diagnose ändern sich natürlich durch die Umstellung von ICD-Cen auf ICDF nicht.
00:12:49: Eine Diagnosis ist kein Etikett, sondern ein Werkzeug das dazudient Leiden zu verstehen und einen Weg zu finden das Leidensulindern.
00:12:58: was sich aber ändert ist gewissermaßen die Präzision.
00:13:02: zum Beispiel an konkretes Beispiel nochmal eine Klientin zeigt sowohl ausgeprägte emotionale Instabilität als auch nazistische Züge und soziale zurückgezogen hat.
00:13:12: In der ICD-Cin war die ehrliche Antwort auf F-Sächsich neun, nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörungen, die sozusagen unterschiedlichste Züge streicht.
00:13:22: In der ECD-Eilf kann ich nun sagen wir haben es mit einer mittelgradigen Persönlichkeitsstörung mit negative Affektivität enthämmung und Distanziertheit zu tun.
00:13:30: Es ist viel differenzierter und das führt zu einer viel gezielteren Therapieplanung.
00:13:38: Zum ICD-ELF Browser der WHO, den findet man unter icd.who.int.
00:13:45: Dieser Browser ist kostenlos zugänglich wirklich gut aufgebaut.
00:13:50: Ich habe da regelmäßig nachgeschaut als ich mich selber eingearbeitet.
00:13:53: Ich kann ihn nur empfehlen.
00:13:55: Bis vor relativ kurzer Zeit stand er nur auf Englisch zur Verfügung.
00:13:57: Deswegen hab' ich hier auch immer die englischen Begriffe mit benutzt gerade Aber die deutsche Übersetzung ist entweder schon fertig oder wird es bald sein.
00:14:08: Dann würde ich euch noch drei Impulse für den Umgang mit diesem Systemwechsel mitgeben wollen.
00:14:16: Leider müsste man zunächst einmal noch parallel lernen, das gilt natürlich für die die HPP Prüfung anstreben.
00:14:25: Das heißt wer dafür sich vorbereitet in der Vorbereitung steht muss schon die ICD-X beherrschen.
00:14:34: Aber idealerweise fängt er gleichzeitig an die ICD-ELF auch kennen zu lernen.
00:14:38: Nicht so sehr als zusätzliche Belastung, sondern eher als Perspektive zumal eben die neueren Störungsbilder also beispielsweise die verlängerte Trauerreaktion, die ich eben nannte durchaus auch schon Teil einer schriftlichen Prüfung gewesen ist.
00:14:53: Das heißt sie arbeitet sich jetzt sozusagen langsam in den Vordergrund wenn man so will die ICDI-ELFT.
00:14:59: Aber es vertieft auch euer Verständnis der ECDC, weil ihr seht warum manche Dinge so waren und warum sie sich eben geändert haben.
00:15:07: Das heißt ihr bekommt sozusagen ein Kontext und Kontext ist nie verkehrt.
00:15:13: Der Zeitimpuls ist die Einladung in schwere Graden zu denken.
00:15:18: Das heißt, wenn ihr über eine Diagnose nachdenkt fragt nicht nur liegt sie vor oder nicht.
00:15:23: Nicht so binärschwarz oder weiß.
00:15:24: Man fragt auch wie schwer?
00:15:26: Wie stark ist die Beeinträchtigung im Alltag und das ist präzises diagnostisches Denken.
00:15:30: Und es ist das was gute Kliniker im Grunde genommen immer schon gemacht haben.
00:15:34: Wenn ihr das in einer beispielsweise mündlichen Prüfung vor dem Gesundheitsamt vorführen könnt dann ist das mit Sicherheit für euch.
00:15:44: Achtet auf die Sprache.
00:15:46: Die Veränderungen der Sprache der ECD-Eilf sind keine politische Kosmetik, das geht jetzt nicht darum in einem Lifestyle nach dem Mund zu gehen sondern Diagnosen, die stigmatisieren werden von Betroffenen vom Mieden.
00:16:00: Das heißt, wenn ich jemandem in seiner Transidentität um darauf zurückzukommen ständig eine psychische Störung mehr oder weniger deutlich unterstelle.
00:16:11: Dann werden Leiden die nicht die Trans-Identität direkt betreffen aber sozusagen daran anschließen und herumgruppiert werden wie beispielsweise eine leichte depressive Verstimmung weil es zum Ausschluss am Arbeitsplatz kommt.
00:16:25: Das kann dann nicht angegangen werden, weil sich der Betroffene möglicherweise schon in Bezug auf seine Identität nicht verstanden fühlt und abgeschreckt wird.
00:16:39: Das heißt das ist keine Weichheit einer respektvollen Sprache wie es manchmal so bezeichnet wird sondern das ist therapeutische Grundvoraussetzung.
00:16:48: Dazu lade ich euch ein eben nicht nur auf die Sprache zu achten sondern vielleicht auch eure eigene Sprachen mal zu reflektieren.
00:16:56: So ein Gedanke hat sich, als ich mich mit der ICD-Elf hier unter anderem auch für diesen Podcast beschäftigt habe.
00:17:05: Ist er gewesen?
00:17:06: Ein ICD Kurt beschreibt einen Bild das ein Mensch, ein Individuum in einem bestimmten Moment zeigt.
00:17:15: Es beschreibt aber nicht wer dieser Mensch ist.
00:17:19: Das war in der ICDC natürlich auch schon so.
00:17:21: Das Werkzeug wird präzise und respektvoller.
00:17:26: Und das ist ein echter Fortschritt, aber es ist auch immer so dass man lernen muss über diese Kategorien auch hinaus zu denken.
00:17:35: Wir neigen als Menschen doch schnell dazu anderen Menschen gewissermaßen Aufkleber auf die Stirn zu kleben und uns dann an genau diesen Aufklebern die wir selber geklebt haben zu orientieren.
00:17:47: D.h.,
00:17:47: diese Aufklebe müssen nur wieder abgelöst werden.
00:17:50: Das ist so zu sagen.
00:17:51: Das ist jetzt vielleicht eine etwas schiebe Metapher, aber ich benutze die jetzt mal.
00:17:56: So.
00:17:56: wenn euch diese Folge was gebracht hat oder wenn ihr anderer Meinung seid schreibt mir.
00:18:00: Ich freue mich über jede Rückmeldung zum Thema und sage Zum Schluss bis zum nächsten Mal Euer Jens.