00:00:11: Therapeut werden ohne Studium der Weg zum Heilpraktiker für Psychotherapie.
00:00:17: Vor ein paar Wochen hat mir jemand nach einem Vortrag eine Frage gestellt, die ich so oder ähnlich ständig höre.
00:00:23: Er sagte, er arbeite seit fünfzehn Jahren als Erzieher.
00:00:26: Ich merke jeden Tag dass die Kinder mit denen ich arbeite eigentlich therapeutische Hilfe bräuchten aber ich darf das nicht.
00:00:32: gibt es für mich einen Weg?
00:00:34: Ich bin Jens Helmig, Therapeut-Heilpraktiker für Psychotherapie im Köln und das hier ist Psychologie entdecken.
00:00:41: Heute sprechen wir über den HPP Weg und ich sage dass als jemand der selbst gegangen ist nicht als bloßer Beobachter.
00:00:49: Das Thema ist mir persönlich nah und ich werde versuchen euch ein ehrliches differenziertes Bild zu geben, nicht die Hochglanz-Version.
00:00:55: Nicht die Abschreckungsversion sondern das was wirklich dahinter steckt.
00:00:59: Was der HPP isst, was er nicht ist, was die Prüfung fordert und was es wirklich braucht um auf diesem Weg nicht nur zu bestehen sondern gut werden zu können.
00:01:08: Fangen wir mit dem an, was am häufigsten missverstanden wird.
00:01:13: Der HPP ist kein Berufstitel – er ist eine Erlaubnis!
00:01:17: Die offizielle Bezeichnung lautet «Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz».
00:01:24: Klingt sperrig, aber was es konkret bedeutet ist alles andere als langweilig.
00:01:29: Wer diese Erlaubnis hat darf eigenverantwortlich psychotherapeutisch arbeiten, darf Klienten annehmen, darf diagnostisch nach ICD-X oder ICD elf einordnen, darf Therapien auch durchführen wenn er eine Therapieform erlernt hat selbstverständlich nur Und das alles ohne Psychologie-Studium, ohne staatlich vorgeschriebene Ausbildung allein auf Basis einer bestandenen Prüfung beim Gesundheitsamt.
00:01:54: Das ist das ungewöhnlich an diesem Weg und gleichzeitig auch das sehr verantwortungsvolle.
00:02:00: Jetzt die Frage, wie unweigerlich kommt?
00:02:01: Wie unterscheidet sich das von psychologischen Psychotherapeuten?
00:02:05: Drei Unterschiede sind hierbei wirklich relevant – ich zähle Sie euch mal im Auf.
00:02:10: Das eine ist die Ausbildung.
00:02:11: Ein psychologischer Psychotherapeut hat ein vollständiges Psychologiestudium absolviert mit dem Diplom beziehungsweise mit dem Master abgeschlossen und danach eine mehrjährige Therapieausbildung absolviert.
00:02:25: Das ist ein langer und guter Weg, der Heilpraktika-Psychotherapie hat rechtlich gesehen keine vorgeschriebene Ausbildung nur die Prüfung was das in der Praxis bedeutet.
00:02:34: darauf komme ich noch Die Abrechnungen.
00:02:37: Psychologische Psychotherapeutinnen rechnen über den gesetzlichen Kassen ab.
00:02:40: HPPs können das nicht.
00:02:42: sie arbeiten mit Privatversicherungen.
00:02:44: eventuell müsste man hier sagen oder das ist der häufigste Fall selbst zahlen.
00:02:50: Das hat wirtschaftliche Konsequenzen, die man kennen muss bevor man einsteigt.
00:02:54: Und schließlich die Befugnisse.
00:02:56: Bei bestimmten schweren Erkrankungen, akuten Psychosen, schwere Suchtgeschehen im akuten Entzug, akute Suizidalität hat der HPP klare Grenzen.
00:03:05: Er muss erkennen, wann er überweisen muss und er muss es dann auch tun – das ist keine Schwäche, das sind professionelle Reifen.
00:03:11: Guter Hausarzt weiß auch, wann ihr an den Spezialisten verweist!
00:03:16: Ich höre manchmal den Ausdruck kleiner Bruder des Psychotherapeuten.
00:03:20: Das greift aber eigentlich zu kurz.
00:03:23: Viele HPPs arbeiten spezialisiert in Bereichen, die von Kassen finanzierten Therapeuten kaum bedient werden – zum Beispiel in der Paartherapie der Lebensberatung, der Arbeit mit Menschen, die leiden, aber keine klinisch-diagnosewörter Erkrankungen haben.
00:03:38: Da ist der HPP oft genau der Richtige!
00:03:42: Zu den formalen Voraussetzungen.
00:03:44: Mindestens mit der Lebenserfahrung muss man mitbringen, mindestens den Hauptschluss vorweisen können, wobei manche Gesundheitsämter mittlerweile auch die mittlere Reife verlagen.
00:03:57: Ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung.
00:04:02: Das ist überschaubar als Voraussetzung, wobei wir dazu zu sagen wäre das polizeiliche Führungzeugnis oder auch das ärztliche Attest dürfen nicht älter als drei Monate sein.
00:04:12: Das heißt bewerbt euch nicht zu früh darum sonst ist es schon verfallen wenn es zur Prüfung kommt.
00:04:20: Die Prüfung beim Gesundheitsamt hat zwei Teile.
00:04:23: Es gibt zunächst mal einen schriftlichen Teil, der besteht aus achtundzwanzig Multiple Choice-Fragen.
00:04:29: Das ist bundesweit einheitlich – zumindest in der Vergangenheit immer so gewesen!
00:04:34: In diesem Jahr im Märzprüfungsjahr, gab es tatsächlich Abweichungen in Bayern und Baden-Württemberg sowohl in der Anordnung der Fragen als auch in den Antwortmöglichkeiten.
00:04:48: Das sollte man bedenken, deswegen rate ich immer sich nicht auf das zu verlassen was im Internet steht sondern in Zweifelsfall beim Gesundheitsamt also beim zuständigen Gesundheitsamt nachfragen.
00:05:00: Was tatsächlich verlangt wird oder in Zukunft werden wird.
00:05:05: Das gesamte Speckrum der psychischen Störungsbilder muss gekannt werden.
00:05:10: Psychopharmakologie, Rechtsthemen.
00:05:12: Das sind so das was da an Fragen gestellt wird bzw.
00:05:16: was in diesen Fragen vorkommt.
00:05:18: Bestanden habe ich die schriftliche Prüfung also sozusagen den ersten Teil wenn ich seventy-fünf Prozent der Fragen richtig beantwortet hab.
00:05:27: Das heißt einundzwanzig von achtundzwantzig richtig beantwortete.
00:05:34: Im Grunde genommen ist die schriftliche Prüfung aber eigentlich nur die Voraussetzung, um zur mündlichen Prüfungen zugelassen zu werden.
00:05:42: Der mündliche Teil schließt sich üblicherweise zwei bis manchmal auch drei oder vier Wochen später an – das kommt immer ein bisschen darauf an wie die Gesundheitsämter ausgelastet sind bzw.
00:05:52: wie die Prüfungskommissionen ausgelassen sind.
00:05:56: Diese Prüfung, diese mündliche Prüfungen dauert dreißig bis fünfundvierzig Minuten.
00:06:00: Man sitzt vor einer Kommission die aus mindestens zwei Personen besteht üblicherweise dem Amtsarzt oder der Amtsärztin oder dem Stellvertreter-Stellvertretern plus einem weiteren Vertreter des Gesundheitsamtes.
00:06:13: allein schon deswegen weil jemand hier ein Protokoll schreiben muss.
00:06:17: je nachdem kommt ein klinischer Psychologe mit dazu oder auch ein Heilpraktiker, Psychotherapie und Körperheilpraktika.
00:06:26: Das heißt die Kommission kann durchaus aus vier oder sogar fünf Leuten bestehen.
00:06:30: Üblicherweise sind es zwei bis drei.
00:06:34: In der mündlichen Prüfung geht es nicht um Reproduktionen.
00:06:39: Man könnte sagen dass man das kann hat man ja schon im schriftlichen Teil gezeigt sondern es geht eher darum sagen wir mal therapeutisch Denken zu können und das vorzuführen.
00:06:52: Das heißt, häufig wird ein Fallbeispiel vorgelegt.
00:06:56: Das ist eine relativ kurze Geschichte aus fünf oder sechs Sätzen.
00:07:01: in der wird einen Patient kurz geschildert Und dann sollst du als Prüfling beschreiben, welche Symptome dir auffallen und welche Diagnose du eventuell vorläufig zumindest aus den geschilderten Symptomen ziehen würdest.
00:07:19: Welche weiterführenden Fragen du vielleicht stellen würdest?
00:07:22: Und vor allem das ist letzten Endes das Wichtigste könnte man fast sagen, wann überweist Du an einen Niedergelassen oder psychologischen Psychotherapeuten weil deine Kompetenzen nicht ausreichen, respektive wann du eben überweisen musst.
00:07:42: Die Durchfallquote liegt bundesweit bei vierzig bis fünfzig Prozent für beide Prüfungsteile.
00:07:50: Das ist erschreckend viel könnte man sagen aber es zeigt ja auch dass die Prüfungen ernst genommen wird und das ist großmarschstäblich auch ganz gut so.
00:08:02: Jetzt zu einem Punkt, dem ihr wirklich am Herzen legt.
00:08:04: Es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung.
00:08:08: Das heißt theoretisch könnte jemand ohne eine einzige Stunde Unterricht zur Prüfung antreten.
00:08:15: Ich rate davon allerdings dringend ab und das aus zwei Gründen.
00:08:20: Erstens ist der Stoff umfangreich.
00:08:22: Alle Störungsbilder, die Differenzialdiagnosen, die ICD-Klassifikation, Pharmakologie rechtliche Grundlagen, das lernt man nicht in ein paar Wochen sondern das bedeutet Monate konzentrierten Lerns und je nachdem wenn ich eben berufstätig bin was ja nun mal die meisten Menschen sind muss ich sehen wie ich meine wenige kostbar freizeit wie Ausgabe sozusagen um indem ich die Vorbereitung zu stürzen Und das ist gar nicht so leicht.
00:08:49: Deswegen kann es schon wichtig sein, allein schon deswegen einen Kurs zu besuchen weil ich dadurch eine bestimmte Struktur gewissermaßen bekomme.
00:08:59: Zweitens und das ist vielleicht der wichtige Grund die bestandene Prüfung ist der Beginn könnte man sagen und nicht das Ende.
00:09:09: Das heißt wer die Erlaubnis jetzt hat nach bestandener Prüfungen steht Menschen gegenüber die in sehr verletzlichen Momenten ihres Lebenshilfe suchen.
00:09:19: Das verlangt auch mehr als eine Multiple-Choice Prüfung, sondern das verlangte eine fundierte Ausbildung, Selbsterfahrung und vor allen Dingen auch Supervision.
00:09:27: Denn wir kommen in durchaus belastende Situationen – es ist wichtig, dass man mit jemandem darüber sprechen kann bzw sich in der Situation hin und wieder vernünftig reflektieren kann!
00:09:41: Jetzt lasst mich vielleicht noch mal kurz über die Menschen sprechen, die ich in meiner Ausbildungsarbeit so kennengelernt habe.
00:09:46: Da gibt es so Muster, die wiederholen sich immer mal.
00:09:51: Zum einen ist relativ häufig mit Pädagogen und Sozialarbeiterinnen auch Erzieherin, Lehrern, Sozialarbeiterinnen zu tun.
00:10:02: Ich kenne das ein bisschen aus eigener Erfahrung.
00:10:04: Ich war selbst viele Jahre lang Lehre, unter anderem an einer Schule in Köln wo sagen wir mal die Eltern nicht zur wohlhabenden Schicht gehörten und ich habe dort jeden Tag gesehen die Probleme mit den Kindern und Jugendlichen kämpfen sind oft gar nicht so sehr schulischer Natur sondern eher psychischer familiärer, natürlich systemischer Art könnte man sagen.
00:10:27: Als Lehrer hatte ich wenig bis gar keine Werkzeuge die wirklich geholfen haben.
00:10:32: Ich konnte zuhören und begleiten aber ich wollte mehr lernen und mehr wissen.
00:10:39: Die Quereinsteiger wären so die zweite große Gruppe.
00:10:42: das heißt jemand hat sein ganzes Berufsleben sagen wir mal im Controlling oder in der IT gearbeitet und irgendwann nach ein paar Jahren merkt er oder sie Das bin ich nicht mehr.
00:10:54: Der HPP ist für diese Menschen oft der erste realistische Zugang zu therapeutischen Arbeit, weil ein Studium in dieser Lebensphase schlicht nicht mehr realistisch ist und man sucht möglicherweise ein zweites Standbein hauptberuflich etwas anderes nebenher, nebenher therapeutisch zur Arbeit.
00:11:13: Ist völlig legitim wenn es seriös angegangen wird.
00:11:16: das ist ja klar.
00:11:19: Jetzt müsste man natürlich der Gerechtigkeit teilweise auch sagen, für wen dieser Weg nicht geeignet ist.
00:11:24: Beispielsweise für Menschen die etwas Schnelles und Einfaches erwarten.
00:11:28: Die Prüfung Wie gesagt ausgesprochen anspruchsvoll.
00:11:31: Der Praxisaufbau nach bestandener Prüfung dauert oft Jahre, mindestens zwei Jahre sollte man in jedem Fall einplanen und die therapeutische Arbeit verlangt selbst Reflexion, die nie aufhört.
00:11:45: Wenn den Klienten praktisch nur so als Einnahmen qualisiert hat diesen Beruf grundlegend missverstanden.
00:11:52: Ein HPP darf Diagnosen stellen im psychotherapeutischen Bereich nach ICD-X oder mittlerweile nach ICDD-X.
00:12:06: Das bedeutet, dass wir beispielsweise arbeiten mit F-XVII depressiven Episoden.
00:12:13: FvIV vor Bestörung.
00:12:15: FVIII I posttraumatischen Belastungsstörungen wenn wir dafür ausgebildet sind.
00:12:21: und schließlich Anpassungsstörung.
00:12:24: Da haben wir da verschiedene Therapieverfahren anwenden.
00:12:26: Die Gesprächspsychotherapie ist vermutlich die häufigste, so die humanistische Gesprächstherapie.
00:12:31: nach Rogers wird auch an vielen Heilpraktikerschulen vermittelt.
00:12:35: Die Verhaltenstherapien ihren Grundzügen insofern sie gelernt worden sind.
00:12:40: Systemische Ansätze und Entspannungsverfahren, wie gesagt kommt immer auf die Qualifikation an, die aber nach der Prüfung vor dem Gesundheitsamt erst noch erworben werden müssen.
00:12:51: Was ein HPP nicht darf, ist vor allen Dingen Medikamente zu verschreiben.
00:12:57: Körperliche Untersuchungen dürfen nicht durchgeführt werden und bei bestimmten Erkrankungen dürfen wir auch nicht tätig werden beispielsweise bei akuten Psychosen.
00:13:07: Schwere Suchterkrankung ebenfalls nicht insofern sie noch im akuten Entzug sind.
00:13:13: Akute Suizidalität mit einem konkreten Plan zur Umsetzung ist ebenfalls etwas, wo wir an unsere Grenzen geraten und wo wir dringend weiter vermitteln müssen.
00:13:22: Und auch sollen.
00:13:25: Ein Satz den ich in meiner Ausbildungsarbeit immer mal wieder so wiederhole ein guter HPP ist vor allem jemand der weiß wann er nicht zuständig ist.
00:13:34: Das klingt bescheiden aber das ist das Gegenteil.
00:13:37: das ist im Prinzip professionelle Integrität und darum geht es.
00:13:41: Aber innerhalb dieser Grenzen und die sind weiter als viele denken, kann ein HPP richtig gute Arbeit leisten.
00:13:47: Also beispielsweise, was bei mir häufig angefragt wird oder was heißt angefragt?
00:13:53: Warum es hier häufig geht sind zum Beispiel Anpassungsstörungen nach Lebensereignissen.
00:13:57: Wir denken so an Arbeitsplatzverlust oder Scheidung und auch den Tod von nahen Angehörigen.
00:14:03: Leichte bis mittlere depressive Episoden, wobei bei dem mitteren Episode sind wir schon aufgerufen weiter zu vermitteln weil in Zweifelsfalle Medikamente verschrieben werden müssen, was wir nicht können und dürfen.
00:14:15: Angststörung begegne ich in einem häufigen Beziehungsprobleme, natürlich auch Burnout so in den frühen Stadien.
00:14:22: Also ein Burnout der sich so ankündigt.
00:14:25: Trauer sagt dich schon und so Sinnkrisen im weitesten Sinne.
00:14:30: Und dort haben wir es mit Menschen zu tun die zum Teil Monate auf einen Termin beim Psychotherapeut mit Kassenzulastung warten müssen wenn sie überhaupt einen bekämen.
00:14:42: Denn die Versorgungslage in Deutschland ist nicht optimal, muss man sagen.
00:14:48: So!
00:14:49: Ich möchte euch keine zehn Tipps mitgeben sondern drei Dinge, die ich nach einem Jahrzehnt jetzt mehr in diesem Beruf für Entscheidend halte.
00:14:59: Nicht so sehr für die Prüfung also vielleicht auch eher für die Arbeit danach.
00:15:07: Das erste ist dass man in Selbsterfahrungen investieren sollte Das heißt, sich selber in Therapie begeben bzw.
00:15:14: diese Therapie würde man dann Therapie oder auch Supervisionen nennen nicht so sehr weil ihr krank seid sondern weil jemand der mit Menschen arbeitet sich selbst gut kennen muss seine Schwächen und ein bisschen auch so seine ja so die Seiten dem vielleicht selber ein bisschen verborgen sind so blinde Flecken.
00:15:33: Die werden in der therapeutischen Arbeit sichtbar, ob wir das wollen oder nicht und dann kann es zu unangenehmen Situationen kommen.
00:15:40: Deswegen selbst Erfangen.
00:15:43: Des Weiteren ist es wichtig die Weiterbildung sehr sorgfältig zu wählen.
00:15:48: Die HPP-Erlaubnis gibt euch das Recht therapeutisch tätig zu sein wie gesagt aber sie gibt euch nicht das Handwerkszeug für jede Methode.
00:15:59: Das heißt wer beispielsweise eine Traumatherapie anbieten möchte.
00:16:05: Der braucht eine fundierte traumatherapeutische Ausbildung, da reicht es nicht diesen HPP nur bestanden zu haben.
00:16:13: Wer Paartherapeut werden möchte oder Therapeutin werden möchte sollte ebenfalls natürlich eine entsprechende Ausbildung haben und nicht bloß zwei Bücher zum Thema gelesen haben.
00:16:24: wie gesagt die Prüfung ist ein Anfang mein guter Anfang aber eben nur einen Anfang.
00:16:31: Und schließlich und endlich, das ist wirklich wichtig.
00:16:34: Bleib bei euren Leisten.
00:16:36: Lehnt Klienten ab wenn sie ein Störungsbild mitbringen für dass ihr nicht ausgebildet seid.
00:16:41: Das kostet erstmal Überwindung gerade am Anfang aber es ist das was langfristig Vertrauen aufbaut und was Klientinnen schützt und ihr kommt damit auch sorgfals Pflicht nach.
00:16:52: So, was bleibt von dieser Folge hängen?
00:16:54: Der HPP ist kein Umweg und kein Notbehelf.
00:16:57: Er ist ein eigenständiger Weg in die therapeutische Arbeit mit echten Möglichkeiten, klaren Grenzen und einer Verantwortung, die man nicht unterschätzen darf.
00:17:06: Ich lasse euch mit einer Frage zurück, die ich mir selbst damals bestellt habe und die mich letzten Endes hierhin gebracht hat.
00:17:15: Spürst du dass da etwas auf dich wartet das über das hinausgeht, was du gerade tust?
00:17:20: wenn ja nimm das ernst.
00:17:22: Wenn ihr Gedanken oder Rückmeldungen habt, schreibt mir gerne.
00:17:24: Ich lese jede Nachricht.
00:17:26: Passt auf euch auf!
00:17:27: Euer Jens.